BERUFSUNFAEHIGKEITSVERSICHERUNG
Berufsunfähigkeitsversicherung
Absicherung bei dauerhafter Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall.
Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2026
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine der wichtigsten privaten Absicherungen für Erwerbstätige in Deutschland. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr in der Lage sind, Ihren bisherigen Beruf auszuüben — unabhängig davon, ob Sie theoretisch noch einen anderen Job ausüben könnten.
Warum ist das so wichtig? Die staatliche Erwerbsminderungsrente greift erst, wenn Sie in keinem Beruf mehr arbeiten können, und fällt in der Regel sehr gering aus. Eine private BU-Versicherung hingegen orientiert sich an Ihrer konkreten Tätigkeit: Wenn Sie Ihren spezifischen Beruf nicht mehr ausüben können, leistet die Versicherung — unabhängig von Ihrer sonstigen Arbeitsfähigkeit.
Was leistet die BU? Im Kern ist es eine monatliche BU-Rente, deren Höhe Sie beim Vertragsabschluss selbst festlegen. Darüber hinaus bieten viele Tarife: Beitragsbefreiung im Leistungsfall, rückwirkende Zahlung ab Beginn der Berufsunfähigkeit sowie eine Nachversicherungsgarantie – das bedeutet, Sie können die versicherte Summe zu bestimmten Lebensereignissen wie Heirat oder Gehaltserhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen.
Die Gesundheitsprüfung beim Abschluss ist detailliert und rechtlich bindend. Unvollständige Angaben können dazu führen, dass der Versicherer im Leistungsfall den Vertrag anficht.
Der wichtigste Qualitätsindikator beim Vergleich: Verzichtet der Tarif auf die abstrakte Verweisung? Diese Klausel erlaubt es dem Versicherer, die Leistung zu verweigern, wenn Sie theoretisch noch einen anderen zumutbaren Beruf ausüben könnten. Hochwertige Tarife verzichten darauf vollständig.
Der Abschluss im jungen und gesunden Alter ist erheblich günstiger und einfacher. Bei komplexer Krankengeschichte empfiehlt sich eine anonyme Voranfrage, bevor ein formeller Antrag gestellt wird.
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Häufige Fragen
Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn man voraussichtlich dauerhaft (mindestens 6 Monate) zu mindestens 50 % außerstande ist, den zuletzt ausgeübten Beruf auszuüben. Wichtig: Es geht um den konkreten Beruf, nicht um irgendeine Arbeit.
Als Faustregel gilt: 70–80 % des Nettoeinkommens absichern. Für einen Angestellten mit 3.000 € netto sollte die BU-Rente mindestens 2.000–2.400 € monatlich betragen. Staatliche Leistungen sind bei BU gering und ersetzen die private Absicherung nicht.
Beim Abschluss einer BU-Versicherung müssen Vorerkrankungen wahrheitsgemäß angegeben werden. Bei falschen Angaben kann der Versicherer im Leistungsfall zurücktreten. Vorerkrankungen können zu Risikoaufschlägen oder Ausschlüssen führen.
Je früher, desto besser: Als junger Mensch ist man in der Regel gesünder, zahlt niedrigere Beiträge und hat weniger Vorerkrankungen anzugeben. Ideal ist der Abschluss vor dem 30. Lebensjahr oder noch zu Schulzeiten bzw. im Studium.
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