RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

Rechtsschutzversicherung

Kostenübernahme für Anwalt und Gericht bei rechtlichen Streitigkeiten.

Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2026

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten, die bei rechtlichen Auseinandersetzungen anfallen: Anwaltshonorare, Gerichtskosten, Kosten für Sachverständige und – falls nötig – die gegnerischen Anwaltskosten. Ohne diese Versicherung kann selbst ein berechtigter Rechtsstreit schnell mehrere tausend Euro kosten und viele Menschen von einer rechtlichen Durchsetzung ihrer Ansprüche abhalten. Die Versicherung ist in verschiedene Bausteine aufgeteilt, die häufig kombiniert werden. Der Privat-Rechtsschutz deckt Streitigkeiten im privaten Bereich ab – etwa mit Nachbarn, im Alltag oder im Vertragsrecht. Der Verkehrs-Rechtsschutz greift bei Auseinandersetzungen rund um das Fahrzeug: Unfallstreitigkeiten, Punkte im Führungszeugnis oder der Entzug des Führerscheins. Der Mieter-Rechtsschutz hilft bei Streitigkeiten mit dem Vermieter – zum Beispiel bei Kündigung, Nebenkostenabrechnung oder Mängelbeseitigung. Wer als Arbeitnehmer tätig ist, kann zusätzlich einen Arbeits-Rechtsschutz einschließen, der bei Kündigungen oder Lohnstreitigkeiten unterstützt. Nicht versichert sind typischerweise vorsätzliche Straftaten, Streitigkeiten, die bereits vor Vertragsabschluss bestanden (Vorvertraglichkeit) sowie Scheidungsverfahren und Erbstreitigkeiten. Letztere können in manchen Tarifen gegen Aufpreis eingeschlossen werden. Ein wesentliches Merkmal ist die Wartezeit: Für die meisten Bereiche gilt eine Wartezeit von drei Monaten nach Vertragsabschluss, bevor der Schutz einsetzt. Für Verkehrs- und Straf-Rechtsschutz entfällt die Wartezeit häufig. Die Deckungssumme gibt an, bis zu welchem Betrag der Versicherer die Kosten übernimmt. Gängige Werte liegen zwischen 300.000 und 1.000.000 Euro pro Rechtsstreit. Beim Vergleich lohnt es sich zu prüfen: welche Bereiche im Paket enthalten sind, wie hoch die Selbstbeteiligung ist, ob eine Online-Rechtsberatung inklusive ist, und wie das Unternehmen mit Ablehnungen umgeht. Wird eine Klage von der Versicherung als aussichtslos eingestuft, kann ein unabhängiges Schiedsgutachterverfahren helfen, den Fall neu bewerten zu lassen.
📖 Ratgeber: Rechtsschutzversicherung: Wann sie sich lohnt und was sie leistet

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Häufige Fragen

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten, Zeugengelder, Sachverständigenkosten und ggf. die Kosten der Gegenseite. Typische Bereiche: Arbeitsrecht, Mietrecht, Verkehrsrecht und allgemeines Vertragsrecht.
Ja, die meisten Rechtsschutzpolicen haben eine Wartezeit von 3 Monaten nach Vertragsabschluss. Das soll verhindern, dass jemand erst bei einem laufenden Streit eine Versicherung abschließt. Im Verkehrsrechtsschutz gibt es oft keine Wartezeit.
Typische Ausschlüsse sind: vorsätzlich begangene Straftaten, Streitigkeiten mit dem eigenen Versicherer, Bußgeldverfahren (außer Verkehr), spekulative Geldanlagen und familienrechtliche Auseinandersetzungen (außer in bestimmten Tarifen).
Gerade für Mieter ist der Mietrechtsschutz sehr wertvoll: Bei Streitigkeiten mit dem Vermieter über Nebenkosten, Mängel, Kündigung oder Kaution können Anwalts- und Gerichtskosten schnell mehrere Tausend Euro betragen.
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