UNFALLVERSICHERUNG

Unfallversicherung

Finanzielle Absicherung bei dauerhaften Unfallfolgen.

Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2026

Die private Unfallversicherung zahlt eine vereinbarte Kapitalleistung oder Rente, wenn Sie infolge eines Unfalls dauerhaft körperlich beeinträchtigt werden. Sie ergänzt den staatlichen Schutz — denn die gesetzliche Unfallversicherung über den Arbeitgeber deckt nur Arbeitsunfälle und Wege zur Arbeit. Alles, was in der Freizeit, zu Hause, beim Sport oder im Urlaub passiert, ist gesetzlich nicht abgesichert. Was ist ein Unfall im versicherungsrechtlichen Sinne? Ein Unfall liegt vor, wenn eine versicherte Person durch ein plötzliches, von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Entscheidend: Es muss ein äußeres Ereignis geben — eine innere Erkrankung wie Herzinfarkt gilt nicht als Unfall, auch wenn sie zum Sturz führt. Was leistet die private Unfallversicherung? Die wichtigsten Bausteine sind: Invaliditätsleistung (Kapitalzahlung bei dauerhafter Beeinträchtigung, berechnet anhand der Gliedertaxe), Unfallrente bei hohem Invaliditätsgrad, Krankenhaustagegeld, Bergungskosten sowie Todesfallleistung für Hinterbliebene. Was ist nicht versichert? Erkrankungen — der wichtigste Ausschluss. Wer durch Krankheit arbeitsunfähig wird, erhält aus der Unfallversicherung nichts. Ebenso ausgeschlossen sind: Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie in der Regel psychische Folgeerkrankungen nach dem Unfall. Typische Tarif-Varianten: Die Gliedertaxe und eine Progression sind die zwei zentralen Vergleichspunkte. Höhere Progressionsfaktoren bedeuten, dass bei schwerem Invaliditätsgrad die Auszahlung überproportional steigt. Auch die Frage, ob Risikosportarten eingeschlossen oder ausgeschlossen sind, ist relevant. Für wen ist die private Unfallversicherung besonders relevant? Für Kinder, Selbstständige, ältere Menschen sowie Personen mit risikoreichen Hobbys. Wichtiger Hinweis: Die private Unfallversicherung schützt nur gegen Unfälle — wer eine umfassendere Absicherung der Arbeitskraft sucht, sollte auch eine BU-Versicherung in Betracht ziehen.
📖 Ratgeber: Private Unfallversicherung: Was sie leistet, für wen sie sinnvoll ist und was Sie beachten sollten

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Häufige Fragen

Die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) deckt nur Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. Die private Unfallversicherung schützt rund um die Uhr – also auch in der Freizeit, beim Sport und im Haushalt.
Die Progression bestimmt, wie stark die Auszahlung bei höheren Invaliditätsgraden steigt. Mit 300 % Progression und 100.000 € Grundsumme erhalten Sie bei 100 % Invalidität 300.000 €. Dies schützt besonders bei schweren Verletzungen.
Nein, die Unfallversicherung zahlt nur bei unfallbedingten Schäden. Krankheiten, Herzinfarkt oder Schlaganfall – auch wenn sie zur Berufsunfähigkeit führen – sind nicht gedeckt. Dafür ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zuständig.
Besonders empfehlenswert ist sie für Kinder (Schulweg, Spielen), Senioren (Sturzgefahr), Sportler und Selbstständige ohne starken gesetzlichen Schutz. Für Angestellte mit BU-Versicherung bietet die Unfallversicherung ergänzenden Schutz.
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