LEBENSVERSICHERUNG
Lebensversicherung
Finanzielle Absicherung der Familie im Todesfall.
Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2026
Die Lebensversicherung ist ein Oberbegriff für verschiedene Produkte, die finanziellen Schutz im Todesfall oder zur Altersvorsorge bieten. In Deutschland unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Hauptformen: der Risikolebensversicherung und der kapitalbildenden Lebensversicherung.
Die Risikolebensversicherung (RLV) leistet ausschließlich im Todesfall: Stirbt die versicherte Person während der Vertragslaufzeit, wird die vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Es gibt keinen Rückkaufswert und keine Auszahlung bei Ablauf des Vertrags ohne Todesfall. Das macht die RLV zur günstigsten Form der Lebensversicherung. Sie eignet sich besonders für Eltern mit Kindern, Paare mit gemeinsamem Kredit oder Alleinverdiener in der Familie.
Die kapitalbildende Lebensversicherung (KLV) kombiniert den Todesfallschutz mit einem Sparvorgang: Ein Teil der Beiträge fließt in eine Kapitalanlage, der andere in die Risikokomponente. Bei Ablauf des Vertrags oder im Todesfall wird eine Summe ausgezahlt. Verwandte Produkte sind die fondsgebundene Lebensversicherung sowie die Rentenversicherung, die auf eine lebenslange Rentenzahlung ausgerichtet ist.
Wer eine Lebensversicherung abschließt, muss in der Regel Gesundheitsfragen beantworten. Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen, zum Ausschluss bestimmter Erkrankungen oder zur Ablehnung des Antrags führen. Wer jung und gesund ist, profitiert von günstigeren Konditionen.
Die Höhe der Versicherungssumme richtet sich nach dem Schutzbedarf: Wie viel müssten Hinterbliebene erhalten, um laufende Verpflichtungen – Kredit, Miete, Unterhalt – und den Lebensunterhalt für einen bestimmten Zeitraum zu decken? Als grober Anhaltspunkt gilt oft das Drei- bis Fünffache des Jahreseinkommens.
Beim Vergleich lohnt es sich zu prüfen: die Laufzeit des Vertrags, ob eine Nachversicherungsgarantie besteht (Erhöhung der Summe ohne neue Gesundheitsprüfung bei Lebensereignissen wie Heirat oder Geburt), ob der Vertrag eine Berufsunfähigkeitsklausel enthält und welche Regelung zur Beitragsdynamik gilt.
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Häufige Fragen
Die Risikolebensversicherung zahlt nur im Todesfall während der Laufzeit – sie ist preiswert und klar. Die Kapitallebensversicherung kombiniert Todesfallschutz mit Sparanteil und zahlt auch bei Erleben der Laufzeit aus. Experten empfehlen heute meist die Risikolebensversicherung.
Als Faustregel gilt das 3–5-fache des Jahresbruttoeinkommens. Wer eine Familie hat oder einen Kredit abbezahlt, sollte höher ansetzen. Bei einer Hypothek sollte die Versicherungssumme mindestens der Restschuld entsprechen.
Unverzichtbar für alle mit finanziellen Abhängigkeiten: Eltern mit minderjährigen Kindern, Alleinverdiener, Paare mit gemeinsamem Immobilienkredit. Auch Selbstständige ohne starke gesetzliche Absicherung der Hinterbliebenen sollten sie abschließen.
Typische Fragen betreffen chronische Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte in den letzten 5–10 Jahren, Rauchen, BMI und riskante Hobbys. Alle Angaben müssen wahrheitsgemäß sein – falsche Angaben können zur Leistungsverweigerung führen.
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